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Betreuungs- und Entlastungsleistungen

Folgende pflegerischen Betreuungs- und Entlastungsleistungen unterstützen Sie in Ihrer Häuslichkeit oder in der ambulant betreuten Wohngemeinschaft, in der Sie wohnen:

Begleitung

  • Spazier-, Behördengänge, Einkaufsbegleitung
  • Ermöglichen des Besuchs von Verwandten, Bekannten
  • Ermöglichen der Teilnahme an sonstigen Aktivitäten mit anderen Menschen
  • Begleitung zu kulturellen, religiösen und Sportveranstaltungen

Unterstützung

  • bei Hobby und Spiel
  • bei der Versorgung von Haustieren
  • bei emotionalen Problemlagen
  • bei der Kontaktpflege zu Personen
  • beim Vornehmen von in die Zukunft gerichteten Planungen

Beaufsichtigung

  • Anwesenheit, um Sicherheit zu vermitteln
  • Hilfen zur Verhinderung bzw. Reduzierung von Gefährdungen

Hilfen

  • beim Erinnern an wesentliche Ereignisse oder Beobachtungen
  • beim Beteiligen an einem Gesprächbei der Gestaltung des Tagesablaufs und Anpassung an Veränderungen
  • zur Entwicklung und Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur
  • kognitiv fördernde Maßnahmen
  • zur Durchführung bedürfnisgerechter Beschäftigungen
  • zur Einhaltung eines bedürftnisgerechten Tag-/Nacht-Rhythmusses
  • Schlüsselverwahrung

Hilfen zur Inanspruchnahme von Dienstleistungen

  • Organisation von z.B. Hausnotruf, Fahrdiensten, Putzhilfen, Schlüsseldiensten
  • Regelung finanzieller, administrativer Angelegenheiten (Antragstellung, Bankgeschäfte etc)
  • Terminierung von Arzt-, Physio-, Ergo-, Logotherapie, Podologie, Fußpflege, Friseur
  • Hilfen bei Besorgung von Medikamenten, Rezepten, Verordnungen, Versichertenkarten
  • Begleitung von MDK-/Sozialamtsbesuchen
  • Besorgung, Verwahrung von Inkontinenzhilfsmitteln, sonstigen Hilfsmitteln
  • Klärungen mit Tagespflegen, anderen Einrichtungen, Angehörigen

Die genannten Leistungen können Sie über folgende gesetzliche Grundlagen in Anspruch nehmen:
Pflegerische Betreuungsmaßnahmen nach § 36 SGB XI (LK 20 in Berlin)

Die oben genannten Hilfen können Pflegebedürftige mit den Pflegegraden 1-5 neben körperbezogenen Pflegemaßnahmen und Hilfen bei der Haushaltsführung in Anspruch zu nehmen.

Entlastungsleistungen nach § 45 b SGB XI

Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 haben einen Sachleistungsanspruch auf einen monatlichen Entlastungsbetrag i.H.v. 125,- Euro. Dieser Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger sowie zur Förderung der Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags.

Umwandlung Pflegesachleistung in Entlastungsleistungen nach § 45 a SGB XI

Wenn gemäß § 45a Abs. 4 SGB XI die zur Verfügung stehenden ambulanten Pflegesachleistungen des jeweiligen Pflegegrades (ab Pflegegrad 2) nicht voll ausgeschöpft werden, kann der Rest-Sachleistungsanspruch für „Angebote zur Unterstützung im Alltag (AuA) nach § 45a SGB XI“ umgewandelt werden (maximal bis zu 40% des vorgesehenen Pflege-Sachleistungsanspruchs). Voraussetzung ist, dass die Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung sichergestellt sind.

Die „Angebote zur Unterstützung im Alltag (AuA)“ können nur von „anerkannten Anbietern nach Landesrecht“ erbracht werden.